Mit diesem Beitrag richten wir unser Augenmerk auf ein Thema, das jede Frau* betrifft, doch über das oft zu wenig gesprochen wird: die Wechseljahre.
Wechseljahre sind ein Lebensabschnitt, in dem so einiges passiert. Aber sind wir mal ehrlich – wie viel weißt du über die Wechseljahre? Außer, dass du
☞ rund 50 sein wirst
☞ es das Ende deiner Blutung ist
☞ schwitzen wirst
☞ schlecht schlafen wirst
☞ „jetzt aufpassen musst, was du isst, weil ab jetzt nimmst du nur mehr zu“?
Deshalb möchte ich dich in diesem Beitrag ermutigen, dass du dir die Informationen holst, die du brauchst!
Erschreckende Datenlage rund um Wechseljahre
Ein Blick in die Studienlage auf Pubmed – einer online Bibliothek mit wissenschaftlichen Studien im Medizinbereich – offenbart eine erstaunliche Diskrepanz: Während zu Themen wie Schwangerschaft und Brustkrebs jeweils über 1,1 Millionen bzw. 500.000 wissenschaftliche Studien verfügbar sind, finden sich zur Perimenopause gerade einmal 92.000 Suchergebnisse. Dieser Umstand ist nicht nur bedauerlich, sondern auch zutiefst besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass jede menstruierende Person unweigerlich die Wechseljahre erreichen wird, während nicht jede schwanger wird oder an Brustkrebs erkrankt. Diese Diskrepanz wirft kein gutes Licht auf eine Gesellschaft, in der die Wechseljahre oft noch immer ein schambehaftetes, unterrepräsentiertes Thema darstellen, über das viele Frauen* nur ungern sprechen. Angesichts der Tatsache, dass die Wechseljahre das Ende der fruchtbaren Phase markieren und mit einem Stigma des “Altwerdens” behaftet sein können, ist es verständlich, dass dieses Thema von Unsicherheit und emotionaler Belastung begleitet wird. Es ist höchste Zeit, dass wir den Wechseljahren mehr Aufmerksamkeit und Verständnis entgegenbringen, um jede Frau* in dieser Phase ihres Lebens angemessen zu unterstützen und zu informieren.
Einblicke in die Wechseljahre
Die Wechseljahre sind mehr als nur das Ende der Menstruationszyklen; sie sind ein komplexer Übergang, der in vier Phasen unterteilt ist und bereits um das 38. Lebensjahr beginnen kann. Dieser Lebensabschnitt bringt viele Veränderungen mit sich – sowohl körperlich als auch emotional. Es ist daher entscheidend, gut darauf vorbereitet zu sein und die Wechseljahre als Chance zu begreifen, nicht als Bürde.
Die Herausforderung der Informationsflut
Angesichts der Vielzahl von Tipps und Informationen, die zu diesem Thema zirkulieren, fühlen sich viele Frauen* verloren und überfordert. Die Beratung durch verschiedene Fachkräfte kann widersprüchlich sein, was die Verwirrung nur verstärkt. Umso wichtiger ist es, zuverlässige Quellen zu finden und dir jenes Wissen anzueignen, das dich durch die Wechseljahre trägt.
Die Notwendigkeit, informiert zu sein
Um die Wechseljahre positiv erleben zu können, ist es unerlässlich, dich umfassend zu informieren. Viele Frauen* wissen abseits von Hitzewallungen und Schlafproblemen wenig über diese Lebensphase. Dabei gibt es so viel mehr zu verstehen und zu entdecken. Es ist an der Zeit, offen über die Wechseljahre zu sprechen und sie als einen natürlichen und wichtigen Teil unseres Lebens anzuerkennen.
Mythen aufdecken
Es kursieren viele Missverständnisse über die Wechseljahre, wie etwa die Annahme, alle Frauen* würden unter starken Symptomen leiden oder dass das Leben nach der Menopause qualitativ abnimmt. Solche Mythen tragen zu einer negativen Wahrnehmung bei und verstärken unnötig Angst und Unsicherheit. Jede Frau* erlebt die Wechseljahre individuell anders, und es gibt viele Möglichkeiten, Unterstützung zu finden und Beschwerden zu lindern.
Beginnend schon um das 38. Lebensjahr, gliedern sich die Wechseljahre in vier Phasen:
- Prämenopause (generell die komplette fruchtbare Lebensspanne)
- Perimenopause (die „eigentlichen“ Wechseljahre)
- Menopause
- Postmenopause
Wobei jede Phase ihre eigenen Herausforderungen und Veränderungen mit sich bringt.
Während der Prä- und Perimenopause liegen weiterhin „ganz normale“ Blutungen vor, wenngleich unregelmäßiger und anders als gewohnt. Das Missverständnis, dass Hitzewallungen und Schlafstörungen unvermeidliche Leiden sind, mit denen man sich einfach abfinden muss, hält sich hartnäckig. Doch die Wahrheit ist, dass nicht jede Frau unter diesen Symptomen leidet und es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Beschwerden zu lindern. Besonders kritisch sehe ich die häufige Empfehlung, für Diäten und Kalorienreduktion als Antwort auf die wechseljahrsbedingte, mögliche Gewichtszunahme. Dieser Ansatz missachtet die tiefgreifenden hormonellen Umstellungen, die unseren Körper und unser Essverhalten beeinflussen. Anstatt den Körper weiter unter Druck zu setzen, sollten wir lernen, auf seine Bedürfnisse zu hören und ihn durch diese Übergangsphase bestmöglich zu unterstützen.
Die Rolle der Ernährung
Ein Aspekt, der oft im Zusammenhang mit den Wechseljahren diskutiert wird, ist die Ernährung. Während einige Ratschläge darauf abzielen, Diäten zu propagieren oder Angst vor Gewichtszunahme zu schüren, ist ein gesunder, ausgewogener Ansatz entscheidend. Die Wechseljahre bringen viele Veränderungen mit sich, und den Körper zu unterstützen bedeutet, auf seine Bedürfnisse zu hören und ihn nicht unnötigen Einschränkungen zu unterwerfen. Mehr dazu findest du in der Podcast-Folge: NR. 93
Die Kraft der Gemeinschaft
Initiativen wie die Feuerfrauen oder Veranstaltungen wie der Menoday in Wien (der erstmals im Oktober 2023 stattgefunden hat) zeigen, wie mächtig es sein kann, wenn Frauen* zusammenkommen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Diese Gemeinschaften bieten nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch das Gefühl, nicht allein zu sein. Es ist ermutigend zu sehen, dass das Interesse und das Bewusstsein für die Wechseljahre wachsen und immer mehr Frauen* bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen & sich auch Unterstützung zu holen und diese auch zuzulassen.
Ein Aufruf
Die Wechseljahre markieren nicht das Ende, sondern den Beginn eines neuen Kapitels voller Möglichkeiten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir uns die notwendigen Informationen beschaffen, um diesen Übergang so positiv wie möglich zu gestalten. Wir dürfen die Wechseljahre als einen natürlichen Teil des Lebens annehmen und lernen, die Veränderungen, die sie mit sich bringen, zu umarmen.
Deshalb möchte ich dich ermutigen und inspirieren, dich aktiv mit deiner Gesundheit und deinem Wohlbefinden auseinanderzusetzen, insbesondere wenn es um die Wechseljahre geht. Beginne bei deinem Zyklus, um ein tieferes Verständnis für deinen Körper, deine Hormone und deine Stimmungen zu entwickeln. Mein Webinar FEMALE FOOD FLOW könnte dabei ein wertvoller erster Schritt sein, der dir zeigt, wie du dich durch Ernährung optimal unterstützen kannst.
Zögere nicht, das Thema Wechseljahre ohne Angst oder Scham zu erforschen. Es ist kein Zeichen des Alterns, sondern ein neues Kapitel voller Möglichkeiten. Ein großartiger Einstieg bietet das Buch „Woman on Fire“ von Dr. Sheila De Liz oder mein online Kurs FEEL GOOD CHANGE, der dir eine wichtige Stütze hinsichtlich Hormonumstellung, entspanntem & genussvollen Essalltag, Stressmanagement sowie Körperbild ist.
Nutze diese Ressourcen, um dich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt:
dein Wohlbefinden und deine Lebensfreude während und nach den Wechseljahren
Wenn du dir Unterstützung für deine Wechseljahre wünschst, dann meld dich gern bei mir!
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