Eine clevere Marketingstrategie für einen aktiveren Tag

Egal, ob App am Handy, die Sportuhr oder ein Fitnessband am Handgelenk – es gibt bereits unzählige Methoden um die Anzahl unserer täglichen Schritte zu zählen. Wie dir bestimmt bekannt ist, liegt das Ziel bei 10.000 Schritten pro Tag. Doch woher kommt diese Empfehlung eigentlich und welche Studien stecken dahinter?

Mehr Bewegung im Alltag: Schritte zählen motiviert.Um die „10.000-Schritte-Regel“ wirklich zu verstehen, ist es notwendig sich deren Ursprung genauer anzusehen. Die Idee geht zurück auf die 60er Jahre, als die Olympischen Spiele in Japan stattgefunden haben. Um für dieses Sportereignis die Bevölkerung zu begeistern hat sich ein japanisches Unternehmen eine clevere Marketingstrategie überlegt: sie entwarfen den ersten tragbaren Schrittzähler. Diesen Schrittzähler nannten sie „manpo-kei“, das übersetzt so viel bedeutet wie „10.000-Schritte-Meter“. Sie haben diesen Ausdruck einfach gewählt, weil er gut klingt. Es steckt weder eine wissenschaftliche Studie noch ein anerkanntes Forschungsprojekt dahinter. Das Unternehmen hat sich für diese Zahl entschieden und dies als Indikator für einen gesunden Lebensstil festgelegt.

Minuten statt Schritte

Es bestätigt also, dass hinter der „10.000-Schritte-Regel“ keine wissenschaftliche Studie steckt sondern lediglich ein beeindruckender Einfallsreichtum.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt keine derartige Empfehlung aus. Diese empfiehlt generell keine spezielle Schrittanzahl sondern eine tägliche Aktivitätsdauer von rund 60 Minuten.

Wie kannst du also nun deine tägliche Schrittanzahl oder Aktivitätsminuten steigern?

Hier sind 4 Anregungen, wie du auch ohne Sport oder auch zusätzlich zu sportlichen Aktivitäten (noch) mehr Bewegung in deinen Alltag integrierst:

#1 Jeder Schritt zählt!

10.000 Schritte am Tag?Gleich der erste Tipp ist wohl schon ein alter Hut, aber dafür ein effektiver. Absolviere so viele Wege wie möglich zu Fuß. Lass das Auto stehen und nimm auch nicht den Bus oder die U-Bahn.

Solltest du zum Beispiel auf den Weg in die Arbeit weite Strecken öffentlich zurücklegen, könntest du eine Station früher aussteigen und das letzte Stück zu Fuß gehen.

Oder wie wäre es, auch mal kleinere Einkäufe zu Fuß zu erledigen, wenn das Geschäft sowieso ums Eck liegt?

Wir sind so daran gewöhnt viele Strecken mit dem Auto zurückzulegen, dass es uns gar nicht mehr auffällt, wie kurz diese Strecken mittlerweile oft sind.

Achja, wenn du unbedingt mit dem Auto Wege zurück legst, dann wähle das nächste Mal doch den Parkplatz, der am weitesten vom Eingang des Geschäfts oder Lokals entfernt ist – auch so erhöhst du deine tägliche Schritteanzahl.

#2 Bewegung vorm Kaffeetratsch

Ein Treffen mit einer Freundin/einem Freund oder ehemaligen KollegInnen wird oft mit einem köstlichen Kaffee und vielleicht einem Stück Kuchen verbunden. Wie wäre es jedoch, wenn du dich doch einmal zu einem Spaziergang verabredest, bevor ihr einen Kaffee trinken geht? Auch dabei lässt es sich entspannt und gemütlich plaudern und die persönlichen News austauschen. Ganz nebenbei tut ihr etwas für euer Wohlbefinden und seid gemeinsam aktiv. ­

Mehr Bewegung im Alltag: Stiegen statt Lift oder Rolltreppe#3 Stiegen steigen

Passend zu Nummer 1 kommt der nächste Tipp: Stiegen statt Lift oder Rolltreppe. Dieser Klassiker unter den Alltags-Bewegungen bringt dein Herz-Kreislauf-System in Schwung und deine Beine in Bestform.

Vor allem wenn du in der Stadt wohnst oder arbeitest, wird dir der perfekte Trainingsparcours geboten: U-Bahn-Stationen, öffentliche Gebäude oder mehrstöckige Bürogebäude sowie im eigenen Wohnhaus.

Aber auch im ländlichen Bereich kannst du immer wieder Stiegen finden, die dich fit halten.

#4 Balance halten

Balance halten in den Öffis für mehr Bewegung im Alltag

Dieser Tipp wirkt sich nicht unbedingt auf deine Schritteanzahl aus, jedoch steigert er deine Aktivtätsminuten und trainiert sogar ganz kleine, aber wichtige Muskeln.

Du kennst bestimmt den Trend der Workouts auf instabilen Unterlagen: sei es das SUP (=Stand Up Paddle), Slacklines oder Balance-Boards (oder wie ich sie auch nenne: „Wackelbretter“). Diese boomen nicht nur in der Fitnesswelt und im Sommer. Das ist auch ein kein Wunder, denn immerhin trainierst du damit die tieferen Muskelschichten oder auch körpernahe Muskeln. Diese schützen nicht nur Verletzungen sondern stärken auch deinen Rücken enorm.

Wie simulierst du diese wackelige Angelegenheit also in deinem Alltag? Richtig, in dem du deine Zeit in den Öffis nutzt: dich freihändig hinstellst und die wackelige Fahrt in der U-Bahn, Straßenbahn oder dem Zug mit deinem Körper ausgleichst.

Probier‘s mal aus, es ist nicht nur für dich sondern auch für die anderen Fahrgäste, die dir zuschauen möglicherweise ganz lustig.

Wie du siehst, kannst du auf vielfältige Art und Weise mehr Aktivität in deinen Alltag bringen bzw. gerade bei Tipp 4 auch die Zeit in den Öffis für deine körperliche Bestform nutzen.

Ich wünsch dir viel Spaß beim Umsetzen meiner Tipps!

Sharing is caring!

Das könnte dich auch interessieren:

Bleib informiert zu allen Themen rund um Ernährung.

Melde Dich an für den female – food – freedom Newsletter

Nach oben